Fußball

Dienstag, 26. Juli 2011

Video des Tages

Mario Balotelli hat es mal wieder vollbracht, mit einer arroganten Aktion disqualifizierte der umstrittene Italiener mal wieder selbst. Beim Gastspiel von Manchester City in Kalifornien, beim amerikanischen Club LA Galaxy, scheiterte Balotelli frei stehend vor dem Tor. Balotelli lief auf den Torhüter zu, drehte sich um 180° und schloss mit der Hacke ab. Sein Ball verfehlte das Tor deutlich. Eine respektlose Aktion, die nicht nur beim nahestehenden Mitspieler für Unverständnis sorgte. Die Strafe folgte sogleich, sein Trainer Robert Manchini nahm ihn umgehend vom Platz. 

 

Nicht das erste Mal, dass Balotelli unangenehm auffiel. In den letzten Jahren häufen sich die Skandale. So bewarf Balotelli einen Jugendspieler mit Dartpfeilen, lieferte sich eine Rangelei mit Mitspieler Jerome Boateng und umgab sich in seiner italienischen Heimat mit Mafiosis. Nur ein kleiner Auszug aus einer nahezu endlosen Liste an Skandalen und Fehltritten.

Das Spiel gegen LA Galaxy endete übrigens 1:1. Trainer Roberto Manchini rief  Balotelli nach dem Spiel auf, sein Verhalten zu überdenken - Balotelli müsse verstehen, dass professionelles Verhalten auf dem Platz nicht nur in einem Halbfinale oder Finale gefragt sind.

Tour de France 2011 – Ein Fazit

Gestern endete die 98. Ausgabe der Tour de France auf der Zielgeraden der Avenue des Champs-Élysées in Paris. Insgesamt erreichten 167 Fahrer das Ziel des bekanntesten und geschichtsträchtigsten Radrennen der Welt. Zuvor rollte der Tourtross über 3 Wochen durch die verschiedenen Regionen Frankreichs. Die Strecke führte das Feld in diesem Jahr von der Atlantikküste durch die Bretagne und Normandie, von dort aus durch Zentralfrankreich und fand ihr spektakuläres Ende in Hochgebirgen der Alpen und Pyrenäen. Der einzigen Abstecher ins Ausland fand zur Ehrerbietung des 150. Gründungstags Italiens auf der 17 Etappe, mit Etappenziel Pinerolo, statt. Nach insgesamt 4 Bergankünften und einem abschließenden Zeitfahren hieß der Sieger der diesjährigen Rundfahrt Cadel Evans. Erstmals in der Geschichte der Tour de France sicherte sich ein Australier den Sieg bei der Tour de France. Neben Evans fuhren die beiden Luxemburger Andy und Fränk Schleck aufs Podium. Ebenfalls eine Premiere, nie zuvor standen zwei Brüder unter die ersten Drei der Tour de France.

„Pass in die Tiefe“ wirft noch einmal einen Blick auf die Tour 2011 und ihre Protagonisten:

TOPS

Cadel Evans:
Befreit vom Verletzungspech der Vergangenheit präsentierte sich Cadel Evans in Galaform. Trotz eines mittelmäßig besetzen Teams behauptete er sich in den Bergen und handeltet sich lediglich am Galibier einen größeren Zeitverlust ein. Zu jeder Zeit war er im Feld präsent, setzte rechtzeitig nach, wenn sich kleinere Lücken ergaben und attackierte , entgegen seinem Ruf als „Defensivfahrer“, wann immer sich eine gute Gelegenheit ergab. Seine großartige Vorstellung krönte er mit einem herausragenden Zeitfahren und dem Toursieg.

Herausragenden Leistung. Evans erkannte seine Chance und wusste sie zu nutzen. Dazu bewies er, dass er ein großer Sportsmann ist, als er in der Stunde seines größten Triumphs die Gegner und vor allem seine eigenen Teamkollegen mit viel Lob bedachte.

Andy Schleck und Frank Schleck:
Beide Schlecks wurden auch bei dieser Tour ihrer Favoritenrolle gerecht. In den Bergen wirkten sie zumeist souverän und auch von der häufig diskutierten „Doppelzange“ machten sie Gebrauch. Lange sah es so aus als würde einer der Schlecks Paris im Gelben Trikot erreichen. Doch in den Alpen konnten sie Evans nicht entscheidend distanzieren und verloren die Tour auf den letzten Metern, beim Zeitfahren. Ihre eklatante Schwäche im Zeitfahren konnten die Schlecks auch in diesem Jahr nicht auffangen und dies trotz der außergewöhnlichen Streckenführung, die vor allem den starken Bergfahrern entgegen kam.

Starke Leistung der Schlecks, die sie zurecht auf Podium der Tour de France führte. Trotzdem müssen sich beiden den Vorwurf gefallen lassen, das ihnen der Toursieg aus den Händen glitt. Gerade in den Pyrenäen fuhren sie zu defensiv und überschätzten offenbar ihre Fähigkeiten als Zeitfahrer.

Thomas Vöckler:
Eine der großen Überraschungen der Tour. Nach einem erfolgreichen Ausreißversuch, der ihn ins Gelbe Trikot führte, zeigte sich Vöckler ungewohnt stark in den Bergen. In den Pyrenäen konnten ihm die Favoriten keine Zeit abnehmen und in den Alpen ließ sich Vöckler ebenso nur schwerlich abschütteln. Nach 10 Tagen verlor Vöckler das Gelbe Trikot erst auf der letzten Bergetappe nach L'Alpe d'Huez.

Vöckler fuhr die bis dato beste Tour seiner Laufbahn, er zeigte sich als Kletterer und wusste sich zu quälen. Geleitet von einem starken Team, verspielte Vöckler dennoch eine Chance auf einen möglichen Toursieg. So zeigte er taktische Schwächen am Galibier, als er sein Team nicht in die Tempoarbeit einsteigen lies und tags darauf einer Gruppe um Andy Schleck alleine nachsetzte. Ohne taktische Fehler wäre eine besser Platzierung für Vöckler sehr wahrscheinlich gewesen, deshalb sollte er sich trotz großer Tour auch ein wenig ärgern.

Johnny Hoogerland:
Ein Held, wie er im Buche steht. Von einem Begleitfahrzeuge erfasst stürzte Hoogerland in einen Stacheldrahtzaun. Mit blutenden Beinen und nur notdürftig versorgt quälte sich Hoogerland etliche Kilometer ins Ziel um dort unter Tränen sein Bergtrikot entgegen zu nehmen.

So tragisch der Unfall war, er lieferte eine der Heldengeschichten, die langfristig im Gedächtnis bleiben wird. Hoogerlands Mut, Kampf und Wille beeindruckten und zeugten von der großen Faszination des Radsports.

Choppel, Rolland, Taaramae – Die Jungprofis:
Verfolgte man die Tour de France in den letzten Jahren so war häufig von verheißungsvollen Jungprofis die Rede. Tatsächlich setzte sich der ein oder andere auch durch (Schleck, Contador). Allerdings glänzte eine Vielzahl eben jener Nachwuchsfahrer unter den Top 30 des Gesamtklassements durch Abwesenheit. In diesem Jahr wendete sich das Blatt – gerade die französischen Jungprofis Rolland und Choppel wussten zu überzeugen, ebenso der estnische Jungprofi Rein Taaramae. Alle drei platzierten sich unter den Top 20 der Gesamtwertung. Pierre Rolland siegte sogar als erster Franzose nach Bernard Hinault die Königsetappe in L'Alpe d'Huez.

Die Verjüngung in der Spitze des Radsports, sollte eben diesem gut zu Gesicht stehen. Während sich die Schatten der Vergangenheit so langsam von der großen Bühne verziehen, drängen neue und junge Gesichter nach. Diese stehen der Tour de France besonders gut und sollten in den nächsten paar Jahren für Spannung sorgen.

Mark Cavendish:
Cavendish siegt und siegt und siegt. Die Tour de France ist sein Rennen. Sobald die Strecke flach ist und die Zielgerade nicht sonderlich ansteigt ist der Brite nicht zu schlagen. Er ist der derzeit beste Sprinter mit phänomenaler Endbeschleunigung und dem unbändigen Willen zu siegen. 5 Etappensiege sprechen für sich und zeugen von seiner Dominanz. Folgerichtig ersprintete er sich sein erstes grünes Trikot.

Sportlich ist Cavendish eine absolute Sensation. Sein Sprint ist sehenswert und lässt auch die zähen Flachetappen furios und spektakulär enden.

Andrè Greipel:
Greipel siegte im Sprint auf der 10. Etappe. Ein Sieg der gar nicht hoch genug einzuschätzen ist. Im direkten Duelle besiegte er den Dominator des Sprints Mark Cavendish und befreite sich vom Makel nie zuvor eine Touretappe gewonnen zu haben. Bedenkt man, dass Greipel keine richtige Unterstützung in seinem eigenen Team fand, weil man zeitgleich auf Phillipe Gilbert als Sprinter setzte, wird klar von welcher Qualität dieser Sieg war.

Andrè Greipel bereichert die Tour er zeigte sich als würdiger Konkurrent für Mark Cavendish und lässt darauf hoffen, dass sich die beiden in den nächsten Jahren einen packenden Fight ums grüne Trikot liefern. Es bleibt zu hoffen, dass sein Team Omega-Pharma-Lotto bei der nächsten Tour vermehrt auf ihn setzt.

Thor Hushovd, Evald Boasson Hagen – Die Norweger:
Die Norweger waren die Sensation der Tour. Insgesamt erkämpften sie sich 4 Tagessiege. Darunter ein Husarenritt von Hushovd durchs Hochgebirge. Dazu trug Hushovd 7 Tage das Trikot des führenden. Die Norweger waren für das Großereignis bestens vorbereitet und nutzten nahezu jede Chance die sich ihnen bot.

Team Europcar:
Viele der Teams wurden vor der Tour zu den vermeintlich Stärksten gezählt, doch keiner der Experten hatte wohl das Team Europcar auf dem Radar. Das Team Europcar, nur durch eine Wildcard startberechtigt, zeigte sich vor allem im Hochgebirge stark. Vöckler der mehrere Tage in Gelb fuhr, konnte sich seiner Helfer sicher sein und fand stete Unterstützung. Neben einem Vöckler in Gelb konnte das Team in Paris vor allem das weiße Trikot des besten Jungprofis Pierre Rolland feiern.

Samuel Sanchez:
Zwar konnte Sanchez seine Vorjahresplatzierung (4.Platz) mit seinem 6. Platz nicht gänzlich bestätigen, trotzdem überzeugte er im Hochgebirge und mit seinem Etappensieg in den Pyrenänen. Sein größter Coup gelang ihm jedoch in L'Alpe d'Huez, mit einem enormen Kraftakt entriss er Andy Schleck noch das Bergtrikot und trug es bis nach Paris.

MITTELMAß

Alberto Contador:
Contador galt vor Beginn der Tour als großer Favorit, gebeutelt von einigen schweren Stürzen hatte er im Hochgebirge sichtlich Probleme. Contador enttäuschte viele seiner Fans und ließ die Leichtigkeit der letzten Jahre vermissen. Trotz aussichtsloser Lage im Gesamtklassement kämpfte Contador jedoch unablässig, er attackierte in den Bergen und auf den Abfahrten. Sein Kampfesswille zahlte sich nicht aus, dennoch spricht er für Contador.

Contadors Leistungseinbruch darf aus Sicht des Radsports nur positiv gewertet werden. Contador zeigte Schwächen, die man zuvor nicht gewohnt war – ein gutes Zeichen für den Radsport, aber ebenso ein Zug der Contador menschlicher und in gewisser Weise auch sympathischer macht.

Toni Martin:
Vor der Tour sprach Martin von den Top 10. Seine Leistungen bei Paris-Nizza sprachen durchaus für eine mögliche Leistungssteigerung. Doch Martin vermochte es nur an mittleren Anstiegen dem Tempo der Tourfavoriten zu folgen. Im Hochgebirge verließen Martin die Kräfte. Schon bei der ersten Bergankunft handelte er sich über 8 Minuten Rückstand ein, dieser Trend setzte sich auf den folgenden Bergetappen fort. Für Martin spricht allerdings, dass er sich trotz einer enttäuschenden Tour für das abschließenden Zeitfahren in Grenoble nochmals motivieren konnte. Martin deklassierte den Topzeitfahrer Fabian Cancellara und fuhr seinen ersten Etappensieg bei der Tour ein.

Martin muss eine wichtige Entscheidung treffen, will er nur ein guter Zeitfahrer sein oder im Gesamtklassement der Tour eine Rolle spielen. Zudem stellt sich die Frage, ob Martin die körperlichen Voraussetzungen mitbringt, die es ihm ermöglichen mit den leicht gebauten Bergfahrern mitzuhalten. Zusätzlich müsste sich sein Team klarer positionieren, schließlich zieht kein anderer Top 10 Fahrer auf Flachetappen den Sprint für sein Team an.

Team Leopard Trek:
Dieses Team wurde nur mit einem Ziel in die Saison geschickt, dem Toursieg. Das Team setzte alles auf eine Karte und fuhr nur für die beiden Kapitäne Andy und Fränk Schleck. Am Ende ging die Rechnung nicht auf, der Toursieg ging an Cadel Evans und BMC. Offensichtlich wurde, dass das vermeintlich beste Team der Welt große Probleme in den Bergen hatte. Von der Dominanz eines „Armstrong-Teams“ war man weit entfernt. Gerdemann und Co. mussten sich schon früh zurück fallen lassen, sodass Andy und Fränk Schleck schnell isoliert waren. Trotzdem gab es einige Lichtblicke im Team so überzeugte der Veteran Jens Voigt wieder einmal und arbeitete viel im Wind. Ob es ein Zeichen für Qualität ist, dass der mit Abstand älteste Fahrer der beste Helfer ist, darf bezweifelt werden.

FLOPS

Team Katusha:
Ein undurchsichtiges Team, mit fragwürdigen Figuren in und um den Teambus. Dazu ein schwacher sportlicher Auftritt und 3 Wochen ohne große Auffälligkeiten. Der einzige Fahrer der auffällig wurde musste danach die Tour verlassen. Alexandr Kolobnev wurde des Dopings überführt und ist der bis dato einzige Dopingfall der diesjährigen Tour.

Andreas Klöden:
Klöden war die Pechmarie der Tour, er stürzte nahezu tagtäglich und musste die Tour verletzt aufgeben. Sportlich ein enttäuschender Auftritt für ihn, zum Flop macht ihn aber vor allem seine Medienblockade. Klöden gab keinem deutschen Sender ein Interview, nicht gerade förderlich für einen Sport, dem es an öffentlichem Interesse mangelt.

Ivan Basso:
Zunächst sah er aus wie der große Geheimfavorit. Am Berg wirkte Basso souverän und sicher, verlor kaum Zeit und konnte bei vielen Attacken mitgehen. Doch mit Beginn der dritten Tourwoche ging Basso der Sprit aus. Er verlor den Anschluss zu den Favoriten und landete am Ende auf einem enttäuschenden 8. Platz. Für den Italiener scheint die Tour eine Nummer zu groß, zwar kann er mithalten, gewinnen wird er die Tour in dieser Form allerdings nie.

Robert Gesink:
Vor der Tour galt der Holländer als möglicher Kandidat für das Podium und man hätte sich nicht gewundert, wenn er mit dem weißen Trikot schon einmal Probe gestanden hätte. Doch mit dem Start der Tour war vom Holländer keine Spur, er verschwand in der Untiefe des Fahrerfelds und ward am Berg nicht gesehen. Gesink belegte am Ende mit 35 Minuten Rückstand den 42. Platz.

Begleitfahrzeuge:
Eine absolut katastrophale Vorstellung lieferten die Begleitfahrzeuge bei der Tour de France. Zweimal verursachte ein Begleitfahrzeug den Sturz eines Fahrers (Hoogerland, Sörensen) und auf beim Zeitfahren wäre Toni Martin beinahe mit dem stark abbremsenden Teamwagen des Sky-Teams kollidiert. Hier gibt es absoluten Nachbesserungsbedarf.

Sonntag, 12. Juni 2011

Lebron James & Dwayne Wade – 2 „Superstars“ auf Abwegen

Dirk Nowitzkis Worte waren scharf und treffend. Auf die Frage, wie er das Verhalten von Lebron. James und Dwayne Wade beurteile, antwortete Nowitzki: "I just thought it was a little childish, a little ignorant."
Was war passiert?
Nach dem fünften Spiel der Finalserie, welches die Mavericks mit 112:103 gewinnen konnten, wurde ein Video publik. Dieses zeigt James und Wade beim Verlassen der Kabine, nach einer Trainingseinheit im Vorfeld des fünften Spiels der Finalserie. Begleitet von mehreren Journalisten fragt Wade in Richtung James - „Habt ihr mich Husten gehört? Ich glaube, ich bin krank!“. Daraufhin ziehen beide ihre T-Shirts über das Gesicht und husten abwechselnd.


Klar ist auf wessen Kosten dieser Witz geht. Dirk Nowitzki war in Spiel vier gepeinigt von Grippe und Fieber für die Mavericks aufgelaufen und litt in den Unterbrechungen des Spiels sichtbar unter seiner Erkrankung.Tatsächlich erwähnen Wade und James ihn nicht namentlich, während sie zur Hustenorgie ansetzen, trotzdem dürfte den beiden bewusst gewesen sein, wie man ihr Verhalten vor diesem Hintergrund interpretieren würde.
Klar ist: Trash Talk gehört in der NBA sicherlich zum Tagesgeschäft, auch die Spieler der Dallas Mavericks dürften diesbezüglich keine Kinder von Traurigkeit sein. Trotzdem zeugt das Verhalten der beiden von großer Respektlosigkeit. Schließlich machte Dirk Nowitzki kein großes Aufheben um seine Erkrankung - weder machte er sie vor dem Spiel publik, noch wurde sie danach zum Thema. Stattdessen überzeugte er auf dem Platz mit großem Einsatz und Willen. Dies nötigte vielen Beobachter eine gehörige Portion Respekt ab. Nowitzkis Spiel wurde sogar mit Jordans „Flu-Game“ verglichen.
Zwar kann man von Wade und James nicht erwarten, dass sie nach einer Niederlage in Lobeshymnen verfallen, trotzdem darf man von zwei Superstars erwarten, dass sie ihrem Gegner stets mit dem nötigen Respekt begegnen. Denn dies zeichnet großer Sportler nun einmal aus. Doch es hat den Anschein, als läge den beiden nicht besonders viel an ihrer öffentlichen Wahrnehmung. Ihre Respektlosigkeit und Arroganz wird in dieser Serie immer wieder überdeutlich. Es mangelt ihnen nicht nur an Respekt vor dem Gegner, sondern auch an Selbstkritik und Einstellung. Unbestritten sind die beiden zwei Ausnahmekönner, ob sie allerdings wirklich große Sportsmänner sind darf bezweifelt werden. Zur Zeit wirken sie eher wie zwei unreife Jugendliche, die sich jeglicher Ernsthaftigkeit entziehen und sich stattdessen in Clownerie und kindisches Verhalten flüchten.

Mittwoch, 25. Mai 2011

THE TIME IS NOW

… dieses Motto haben sich die Dallas Mavericks auf ihre Fahne geschrieben. Nach einem durchwachsenen Schlussspurt in der regulären Saison, entwickelten sich die Mavericks über zwei Playoffserien gegen die Portland Trail Blazers und die LA Lakers zu einem Titelfavoriten. Auch gegen das jungen und dynamische Team aus Oklahoma, konnten die Mavericks sich bislang beweisen. Nach einem kleinen Rückschlag im zweiten Spiel der Serie, legten die Mavericks zwei überragende Auswärtsspiele hin. Vor allem das 4. Spiel der Serie war herausragend. Dallas konnte einen 15 Punkte-Rückstand in den letzten 5 Minuten der regulären Spielzeit noch egalisieren und besiegte die völlig demoralisierten Oklahoma City Thunder in der Overtime. 




Neben der sportlich herausragenden Leistung überzeugten die Dallas Mavericks vor allem psychisch. In den letzten Jahren galt gerade die psychische Schwäche als größtes Manko der Mavericks. Oft hoch gewettet versagten die Mavericks vor allem dann, wenn ein Spiel zu kippen drohte oder sie in Rückstand gerieten. In diesem Jahr scheint es allerdings so als wäre all dies vergessen. Lässt man einmal das vierte Spiel gegen die Portland Trail Blazers einmal außen vor, überzeugten die Mavericks gerade dann wenn ein Spiel zu kippen drohte. Dallas ist psychisch auf der Höhe und es scheint so als hätten mittlerweile alle Spieler verinnerlicht, dass dies wohl ihre vermeintlich letzte Chance auf den Meistertitel ist.

Im Spiel 5 gegen die Thunder gilt es nun noch einmal die aktuelle Nervenstärke zu beweisen und den Finaleinzug perfekt zu machen.

French Open – Tag 4

Auf den Sandplätzen in Paris duellieren sich derzeit die besten Tennisspieler und Spielerinnen der Welt. Im Kampf um den „Coupe des Mousquetaires“ hieß es auch am 4. Tag der Konkurrenz: „Jeu, Set et Match!“.

Im Herren- und Damenturnier wurde am Mittwoch der erste Teil der zweiten Runde ausgespielt. Dabei kam es in insgesamt 16 Partien des Herrenturnier zu wenig überraschenden Ergebnissen. Federer, Djokovic, Ferrer gewannen ihrer Spiele jeweils in drei Sätzen und zeigten sich in bestechender Form. Ebenfalls in drei Sätzen siegte der ehemalige US Open Sieger (2009) Juan Martin del Potro. Somit kommt es in der dritten Runde des Turnier zum heiß ersehnten Duell mit Novak Djokovic, der in diesem Jahr noch ohne Niederlage ist. Aus deutscher Sicht gab es in der Herrenkonkurrenz lediglich ein interessantes Duell. Philipp Petzschner traf auf den Belgier Steve Darcis. Nach zuletzt starken Leistungen bei den BMW-Open und dem Team World Cup in Düsseldorf, enttäuschte der leicht favorisierte Petzschner jedoch. Er verlor gegen einen stark aufspielenden Darcis glatt in drei Sätzen (7:5 / 6:4 / 6:4). Somit verbleiben lediglich 3 deutsche Männer im Wettbewerb.

Auch in der Damenkonkurrenz gab es wenige Überraschendes, Wozniacki, Stosur, Shiavone und Co gestalteten ihre Spiele allesamt siegreich. Vor der größten Überraschung des Tages stand Sabine Lisicki. Die Nummer 121 der WTA-Weltrangliste zwang Vera Zvonareva (Nr.3) an den Rand einer Niederlage. Nachdem sie den ersten Satz mit 6:4 gewonnen hatte, zeigte sie sich im zweiten Satz erneut stark und hätte wohl auch hier schon für eine Entscheidung sorgen können. Allerdings spielte Zvonareva in den entscheiden Situationen ihr bestes Tennis und kam durch ein 5:7 zum Satzausgleich. Im dritten Satz spielten Lisicki dann furios. Sie breakte Zvonareva und führte bereits mit 5:2. Mit dem Sieg vor Augen versagte Lisickis Körper. Gebeutelt von Krämpfen musste sie den Ausgleich zum 5:5 hinnehmen. Trotz großer kämpferischer Leistung reichte es danach nicht mehr zum Punktgewinn. Lisicki verlor unter Tränen den dritten Satz mit 5:7. Ein bittere Abend für die Berlinerin, die sich aber nicht grämen sollte, da sie wiederholt beweisen konnte, dass mit ihr zu rechnen ist.
Glücklicher verlief der Tag für Julia Görges. Sie besiegte nach die Tschechin Safarova in drei Sätzen (2:6 / 7:5 /6:2). Görges steigerte sich in ihrem Match enorm. Nach einem schwachen ersten Satz, fand sie zunehmend ihren Rhythmus und zeigte im dritten Satz ihr derzeit gewohnt starkes Spiel. Die dritte deutsche Mona Barthel unterlag, wie erwartet, gegen die Top 20 Spielerin Pavlyuchenkova aus Russland.

Erfreuliches aus deutscher Sicht, gab es vor allem aus der Doppelkonkurrenz zu berichten. Von insgesamt zwölf Doppelpaaren mit deutscher Beteiligung schieden bislang nur zwei aus, während bereits sieben Paare die nächste Runde erreichen konnten.

Spiele mit deutscher Beteiligung am 5. Tag:

Arnaud Clement (FRA) – Michael Berrer (GER)
Andrea Petkovic (GER) - Lucie Hradecka (CZE)
Alejandro Falla (COL) – Florian Mayer (GER)
Tobias Kamke (GER) – Victor Troicki (SRB)

Lopez/Montanes – Dustin Brown/Michael Kohlmann (GER)
Julia Görges/Philipp Petzschner (GER) – Peschke/Qureshi
Bhupathi/Paes  – Philipp Petzschner/Tommy Haas (GER)
Dulko/Pennetta – Patty Schnyder (SUI)/Anna – Lena Grönefeld (GER)

Freitag, 29. April 2011

Dallas im Conference – Halbfinale

Die Dallas Mavericks haben mit einem 103:96 Sieg über die Portland Trail Blazers die nächste Playoffrunde erreicht. Im Conference Halbfinale treffen die Mavericks nun auf die Los Angeles Lakers, um Superstar Kobe Bryant. Aufgrund der besseren Platzierung während der regulären Saison, haben die LA Lakers in dieser Playoffserie den Heimvorteil auf ihrer Seite. Gegen den Meister des Vorjahres könnte dies den entscheidenden Ausschlag geben. „Pass in die Tiefe“ blickt einmal auf das Duell voraus und analysiert Stärken und Schwächen der Dallas Mavericks.

STÄRKEN

  • Defense: 
    In der Serie gegen die Portland Trail Blazers bewies Dallas zum wiederholten Male, dass sie sich in dieser Saison vor allem in der Defensive enorm weiterentwickelt haben. Vor allem die Neuverpflichtung von Tyson Chandler zu Saisonbeginn, schlägt diesbezüglich zu Buche. Tyson Chandler eröffnet den Mavericks eine Defensivqualität, die man in der Vergangenheit vermisste. Chandlers Spiel in der Defense ist kraftvoll, effektiv und vor allem von großer Konstanz. Dies bekam der Frontcourt der Portland Trail Blazers deutlich zu spüren. So lieferte Portlands Superstar LaMarcus Aldrige, in der Serie gegen Dallas, zwar eine grundsolide Leistung ab, blieb aber er mit 20,8 Punkten, 7,5 Rebounds und 1,3 Assists unter seinem Saisonschnitt (21,8 / 8,8 / 2,1). Chandlers Leistung ist letztendlich der Schlüssel zu einer starken Defensive der Mavericks. Diese ist vor allem von ihrer Tiefe und Variabilität geprägt. Dallas verteidigt sowohl in der „Man to man“ - Defense, als auch in der Zone sehr stabil und verfügt somit über zwei starke Waffen, den Gegner aus dem Rhythmus zu bringen. Hinzu kommt, dass die Mavericks gerade in der Defensive über einige starke Role-Player verfügen So lassen sich beispielsweise DeShawn Stevenson und J.J. Barea gegen starke Guards einsetzen, während Corey Brewer und Shawn Marion gegen starke Swingman verteidigen können. Zudem verfügt Dallas in Brendan Haywood über einen zweiten defensiv-starken Center, der ebenso auf der Position des Power Forward verteidigen kann.

  • Variabilität:
    Vor Beginn der Playoffs musste sich Dallas den Vorwurf gefallen lassen, dass sie zu eindimensional sind. Denn Dallas ist ein Team, dass vor allem von einer guten Wurf-ausbeute aus der Lang- oder Mitteldistanz lebt. Doch während der Playoffserie gegen die Portland Trail Blazer bewiesen die Mavericks, dass sie sich aus ihrer vermeintlichen Eindimensionalität lösen können. Dallas zog, weil sie das Wurfglück zeitweise verließ, vermehrt zum Korb und erkämpfte sich einige Punkte in der Zone. Tatsächlich ist ihre hartes Spiel zum Korb lange nicht ausgereift, dazu fehlen Dallas auch die Spielertypen. Allerdings stellen die Mavericks unter Beweis, dass sie nicht ausschließlich vom Wurfglück abhängig sind, sondern ihre Punkte durchaus erkämpfen können. 

  • Bank: 
    Die Dallas Mavericks zeichnen sich vor allem durch ihre starke Bank aus. Dallas ist auf vielen Positionen sehr gut besetzt und kann das Spiel von außen beeinflussen. Gerade Peja Stojakovic, J.J. Barea und Jason Terry zeichneten sich in vielen Spielen als Scorer aus und haben einen außerordentlichen Einfluss auf das Offensivpotenzial der Mavericks. Durch die starke Bank kann Dallas derzeit ein altbekanntes Problem kompensieren, den fehlenden zweiten Scorer neben Dirk Nowitzki. Bislang fand Dallas stets einen starken Spieler, wie etwa Peja Stojakovic in Spiel 2, der einen entscheidenden Einfluss aufs Spiel haben konnte.

  • Dirk Nowitzki: 
    Er ist sicherlich die stärkste Waffe die Dallas besitzt. Nowitzki ist schon 33 Jahre alt, viele Basketballspieler schwächeln in diesem Alter, weil sie im puncto Stärke und Schnelligkeit mit den jüngeren Spieler nicht mithalten können. Doch Dirk Nowitzki beweist, dass es durchaus Ausnahmen von der Regel gibt. Nowitzki hat eine starke Saison gespielt und galt sogar als Kandidat für den MVP der Saison. In den derzeit laufenden Playoffs zeigt sich Dirk von seiner genialen Seite. Zwar hatte Dirk durchaus Probleme mit der Wurfquote, trotzdem war er in allen 6 Spielen gegen Portland präsent und steigerte seine Werte im Vergleich zur regulären Saison nochmal deutlich. Nowitzki erzielte in 6 Playoffspielen im Schnitt 27,3 Punkte (23,0 in der regulären Saison), holte 7,8 Rebounds (7,0) und verteilte 3,0 Assists (2,6). Dirk Nowitzki ist der Spieler, den jedes Team in seinem Kader haben möchte, er trifft die entscheidenden Würfe, kämpft bis zu totalen Erschöpfung und hat den absoluten Willen zu gewinnen. Stark vom großen Deutschen, in der Playoffserie gegen Portland verteidigte, der wegen seiner mangelnden Defensivqualitäten häufig als „IRK“ bezeichnet Nowitzki sehr passabel.

  • „Dark Horse“ ?!
    Eine Stärke die noch keine ist, aber eventuell noch eine wird. Dallas hat zwei „Dark Horses“ im Kader. Mit Rodrigue Beaubois und Caron Butler stehen zwei Spieler im Kader, die ihre Qualität bislang immer wieder nachweisen konnten. Bislang waren allerdings beide verletzt und konnte keinen Einfluss aufs Spielgeschehen nehmen. Beruft man sich auf aktuelle Medienberichte könnten beide allerdings gegen die Los Angeles Lakers ihr Comeback feiern. Sollten beide Spieler voll leistungsfähig sein sind sie definitiv eine enorme Verstärkung für die Dallas Mavericks. Vor allem Caron Butler dürfte das Team qualitativ auf ein anderes Level heben. Wie gut die Mavericks mit Caron Butler sein können, bewiesen sie zu Beginn der Saison, als sie nahezu allen Spitzenteams empfindliche Niederlagen zufügten.

SCHWÄCHEN

  • Wurfquote: 
    Eines der bislang größten Probleme der Mavericks, ihre Wurfquote. Wiederholt zeigten sich die Mavericks in den Spielen gegen Portland unsicher beim Wurf. Dabei lagen die Probleme variabel von Spiel zu Spiel mal außerhalb der Dreierlinie und mal innerhalb. Im fünften Spiel der Serie traf Dallas beispielsweise nur 25 % seiner Dreierwürfe, eine unterirdische Quote für ein Team das einige der besten Dreierschützen zu den ihrigen zählen darf. Beispielhaft für die mangelnden Wurfausbeute steht Dirk Nowitzki. Dieser traf insgesamt 45,2 % seiner Würfe, eigentlich eine gute Wurfquote. Allerdings lag seine Wurfquote unter der Saison bei 51,7 %, dieser Unterschied lässt sich zwar damit erklären, dass Dirk Nowitzki in den Playoffs häufiger wirft, als in der regulären Saison. Trotzdem musste man bei Betrachtung der Spiele feststellen, dass Nowitzki zwischenzeitlich Probleme mit seinem Wurf hatte und bei freien Würfen verfehlte. 

  • Psyche: 
    Dallas und die Psyche ein altes Leiden. Spätestens seit der Finalniederlage 2006 gegen die Miami Heat, nach einer 2:0 Führung, hat Dallas ein Problem mit der Psyche. In brenzligen Situationen zieht Dallas häufig den Kürzeren. Ob 2007 in der ersten Runde gegen die Golden State Warriors oder in diesem Jahr im vierten Spiel gegen die Portland Trail Blazers, Dallas verliert Spiele die schon als sichererer Sieg zu verbuchen waren. Diese Problem ist mit Sicherheit nicht nur ein Playoffproblem. Auch in der regulären Saison zitterte Dallas, wenn ein Spiel schon gewonnen war. So spielten sie sich häufig eine große Führung heraus, die sie nur wenig später wieder verspielten. Dallas hat ein großes Problem damit ein Spiel zu beenden oder zu schließen. Immer wieder ermöglicht Dallas dem Gegner die Möglichkeit ins Spiel zurück zu kommen. Dies wurde überdeutlich in der Serie gegen Portland. Schon in Spiel 4 hätte Dallas in Portland siegen müssen, verlor aber nach einen 23 Punkte Vorsprung noch. Auch im 6 Spiel führte Dallas schon mit 18 Punkten, lies den Gegner daraufhin aber noch auf 1 Punkt heran kommen. Gerade gegen Gegner, die psychisch auf der Höhe sind, könnte diese Schwäche zum großen Problem werden.

  • Coach: 
    Ob Coach Rick Carlisle eine wirkliche Schwäche ist sei einmal dahin gestellt, immerhin ist er auch für die starke Defense der Mavericks verantwortlich. Trotzdem traf Carlisle in der Serie gegen Portland einige schlechte Entscheidungen. So lies er im Spiel 4 gegen Portland Marion, Terry und Kidd gegen den starken Roy verteidigen, den wohl besten Verteidiger auf dieser Position Deshawn Stevenson lies er allerdings auf der Bank schmoren. Ebenso gelang es ihm nicht den starken Tyson Chandler ins Offensivspiel zu integrieren. Erst als dieser sich lautstark beschwerte, teilte Carlisle ihm wieder vermehrt Spielzüge zu. Bislang blieb Carlisle den Beweis schuldig, dass er als Trainer direkten Einfluss aufs Spielgeschehen nehmen kann und dem Spiel in entscheidenden Phasen seine Stempel aufdrücken kann.

AUSBLICK

Die Serie gegen die Los Angeles Lakers wird für die Dallas Mavericks zum Prüfstein. Sollte Dallas die Serie für sich entschieden können, ist ihnen alles zuzutrauen. Ein Sieg wird allerdings ein schweres Unterfangen. Den die Los Angeles Lakers sind nachweislich ein sehr starkes Team. Ihr größte Schwäche ist wohl, dass sie nach den zwei Meisterschaften in Folge „satt“ sein könnten. Diesen Eindruck erweckte das Team zumindest zwischenzeitlich. Allerdings sollte man die Truppe um Kobe Bryant auf keinen Fall abschreiben, schließlich bewiesen sie in der hart umkämpften Serie gegen die New Orleans Hornets, dass sie nach wie vor die Qualität besitzen Spiele zu ihren Gunsten zu entscheiden.
Die größte Herausforderung für die Dallas Mavericks in dieser Serie wird es sein, den starken Frontcourt der Los Angeles Lakers und vor allem Kobe Bryant in den Griff zu bekommen. Sollten sie in diesem Vorhaben erfolgreich sein, dann stehen die Chancen durchaus gut, auch gegen die L.A. Lakers erfolgreich zu sein.
Weiterhin stehen die Mavericks vor der Herausforderung ein Spiel „stehlen“ zu müssen, also einen Auswärtssieg einfahren zu müssen. Allerdings gilt Dallas als gutes „Road“-Team (Auswärtsteam) und erfüllt somit schon mal die Grundvoraussetzung in der Ferne erfolgreich zu sein.
Für die Los Angeles Lakers wird wohl die größte Herausforderung darin bestehen Dirk Nowitzki kalt zu stellen. Zudem könnten einige Überraschungen (Beaubois, Butler) auf sie zu kommen und auch die wiedererstarkte Defensive der Mavericks könnte sie vor größere Probleme stellen.




Dienstag, 26. April 2011

Die unendlichen Leiden des Dirk Nowitzki

Die Playoffs in der amerikanischen Profibasketballliga NBA sind in vollem Gange. Auch Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks haben diese nach einer guten Saison erreicht. In der ersten Runde stehen die Mavericks derzeit den Portland Trail Blazers gegenüber, ein starker Gegner der vor allem nach der Verpflichtung von Small Forward Gerald Wallace qualitativ deutlich zulegen konnte. 

Vor Beginn der Playoffs musste man aufgrund des starken Gegners befürchten, dass die Dallas Mavericks vor schwerlich lösbare Aufgaben gestellt würden. Das durchschnittliche Finish der Saison und die Formkrise von Jason Kidd waren zumindest schlechte Vorzeichen für ein Duell mit den formstarken Trail Blazers.
Doch die ersten beiden Playoffspiele in Dallas zeugten vom Gegenteil. Dallas zeigte guten
Teambasketball und vor allem Dirk Nowitzki und Jason Kidd wussten als „Scorer“ zu überzeugen.
Dallas konnte zwar Portlands Superstar LaMarcus Aldrige in beiden Spielen nicht in den Griff bekommen, kontrollierte aber seine Mitspieler und überzeugte mit einer starken Defensive. Ungewohnt stark zeigte sich Dallas aber auch in der Offensive. Ging dort in den Playoffs der vergangenen Jahre zumeist alles über Dirk Nowitzki, überzeugten diesmal vor allem die Nebenmänner. Jason Kidd und Peja Stojakovic sprangen dem „German Wunderkind“ zur Seite und entlasteten ihn sichtlich. 



Dieser Trend setzte sich auch im dritten Spiel der Serie fort. Dallas spielte erneut stark und konnte auch in des Gegners Halle überzeugen. Trotz des positiven Trends ging das dritten Spiel knapp verloren und neben den positiven Aspekten ließ sich ebenfalls eine alte Bekannte blicken. Den Dallas Mavericks fehlte, wie auch in vielen Saisonspielen, die Fähigkeit ihr überlegenes Spiel in einen Sieg umzumünzen.
Was im dritten Spiel der Serie noch akzeptabel schien, war im vierten Spiel der Serie nicht mehr zu ertragen. Die Dallas Mavericks spielte abermals stark und hätten der Serie mit dem dritten Sieg im vierten Spiel ihren Stempel aufdrücken können. Im dritten Viertel spielte Dallas die machtlosen Trail Blazers an die Wand und führte bereits mit 23 Punkten. Doch dann geschah das schier Unmögliche, Dallas verspielte bis zum Ende des Spiels den kompletten Vorsprung und unterlag am Ende mit 84:82. Das Schrecklich an dieser Niederlage war dabei nicht nur, dass ein großer Vorsprung verspielt wurde, sondern vor allem das sich die alten Leiden wieder einmal zurückmeldeten. Dallas spielte bis Mitte des dritten Viertels sehr souverän, verlor danach allerdings völlig den Faden. Ein Team das vornehmlich aus „Veteranen“ besteht, spielte konzeptlos, unsicher und nervös. Weder gelang es dem Team Dirk Nowizki in Szene zu setzen, noch stimmte die Wurfauswahl. Jason Terry und Namensvetter Jason Kidd übertrafen sich mit wilden Würfen und schlecht ausgespielten Angriffen. Hinzu kam eine Defensivleistung, die allem zuvor gesehenen entbehrte. Gegen den stark aufspielenden Brandon Roy fand die Defensive kein Mittel und lies sich mit simplen Spielzügen vorführen. Dazu trug auch Coach Rick Carlislie seinen Teil bei, der keinen Einfluss aufs Spielgeschehen nehmen wollte. So ließ er den Defensivspezialisten Deshwan Stevenson in den Schlussminuten auf der Bank schmoren, während Kidd, Terry und Marion kollektiv versagten.

 

Dallas zeigte wiedermal sein typisches Playoffgesicht, in den entscheidenden Momenten versagt diesem Team allzu häufig die Psyche. Dabei sollte sich ein Team mit einer solchen Vielzahl an erfahrenen Spieler gerade durch eine starke Psyche auszeichnen. Dass dies jedoch ein Trugschluss ist beweist Dallas Jahr für Jahr aufs Neue. Für Dirk Nowitzki sieht es wieder einmal so aus, als würde sich sein lang gehegter Traum vom NBA-Titel nicht erfüllen. Sein Team scheint insgesamt zu instabil und nicht in der Lage ihre große Erfahrung auszuspielen. Zwar musste Dallas in Portland nur den Ausgleich der Serie hinnehmen, allerdings dürfte das Momentum nun auf Seiten der Trail Blazers sein. Und auch wenn Dallas trotz der psychisch ungünstigen Ausgangslage noch die nächste Runden erreichen, warten dort zunehmend stärkere Gegner, die solche psychische Schwäche nicht verzeihen werden. Alles spricht für eine erneut titellosen Saison in der Karriere des Dirk Nowitzki. Hoffnung macht lediglich die unverhofft schnelle Gesundung von Caron Butler (http://espn.go.com/blog/dallas/mavericks/post/_/id/4676618/roddy-beaubois-shoots-but-status-unclear ).





Dienstag, 5. April 2011

Der Blau-Weiße Wahnsinn!

Es ist Champions-League-Dienstag, das Viertelfinalhinspiel in Mailand, Inter gegen Schalke. Als Schiedsrichter Martin Atkinson nach 90 Minuten abpfeift, befinde man sich in einem Zustand zwischen absoluter Ekstase und ungläubigem Staunen. Entgegen aller Voraussagen gewinnt Schalke 04 mit 5:2 gegen den haushohen Favoriten Inter Mailand. Dabei hatte nach nicht einmal 25 Sekunden alles anders ausgesehen. Stankovic traf, als der Anpfiff noch nicht einmal verhallt war, mit einem sensationellen Volleyschuss von der Mittellinie ins leere Schalker Tor. Irgendwie hatte man das Gefühl, dass sich alles so entwickeln würde wie zu befürchten. Doch genau das Gegenteilige trat ein, Mailand dominierte zwar in der ersten Halbzeit leicht, doch Schalke glich die zweifache Führung, wenn auch glücklich, aus. Was dann in der zweiten Halbzeit geschah war tatsächlich sagenhaft. Die technisch limitierten Schalker erkämpften sich Chance um Chance und schossen die hilflosen Mailänder aus dem Stadion. Eine furiose Leistung, die man gar nicht hoch genug einschätzen kann. Zwar muss man fairerweise anmerken, dass die Mailänder in der zweiten Halbzeit von Minute zu Minute schwächer wurden, trotzdem überzeugte Schalke vor allem mit großem kämpferischen Willen und einer präzisen und konsequenten Spielgestaltung. Die absolute Demütigung des Gegners komplettierte dann Ralf Rangnick von der Bank, als er Ali Karimi in den letzten 5 Minuten aufs Feld schickte.

Insgesamt ein hervorragendes und begeisterndes Spiel, von dessen Sorte man sich vor allem aus deutscher Sicht noch mehr wünschen würde. Also bleibt die Hoffnung, dass dieses Schalker Team auch in den kommenden Partien so erfrischen kämpferisch und spielfreudig bleibt.

Mittwoch, 9. März 2011

Biathlon WM 2011 in Chanty – Mansijsk : 15 Km Einzelrennen der Damen

Nach dem Einzelrennen der Herren, mit dem überragenden Sieger Tarje Boe, findet heute das Einzelrennen der Damen über 15 km statt. Schon gestern im Rennen der Herren zeigte sich, was für einen Sieg im Einzelrennen Grundvoraussetzung ist – eine hochprozentige Schießleistung. Keiner der in den Top 20 platzierten Herren traf weniger als 85% seiner abgegeben Schüsse. Die drei Medaillengewinner erreichten sogar allesamt eine Trefferquote von mindestens 95 %. In Tarje Boe siegte der Athlet, der über alle bisher absolvierten WM – Wettbewerbe hinweg die konstanteste Schießleistung ablieferte (Gesamttrefferquote 91,25%). Im Damenrennen wird ebenso eine hohe Trefferquote ausschlaggebend sein, für einen erfolgreichen Rennverlauf.

Trefferquoten der Damen (Top 25 des Weltcups) bei allen bisher absolvierten WM-Rennen (ausgenommen der Athletinnen, die im Einzelrennen nicht starten.)


Name
Mixed
Sprint
Verfolgung
Gesamt
1
K. Mäkäräinen
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
2
M. Neuner
100,00%
100,00%
90,00%
96,66%
3
M. Ponza
90,00%
90,00%
90,00%
90,00%
4
A. Cyl
90,00%
100,00%
75,00%
88,33%
5
A. Bogaliy-Titovets
DNS
90,00%
85,00%
87,50%
6
H. Ekholm
60,00%
100,00%
100,00%
86,66%
6
T. Berger
90,00%
80,00%
90,00%
86,66%
6
A. Henkel
80,00%
80,00%
100,00%
86,66%
9
M. Dorin
70,00%
100,00%
85,00%
85,00%
10
A. K. Zidek
70,00%
90,00%
90,00%
83,33%
11
Valj Semerenko
DNS
90,00%
70,00%
80,00%
11
A. Kuzmina
80,00%
90,00%
70,00%
80,00%
11
O. Zaitseva
70,00%
100,00%
70,00%
80,00%
11
A.K.A. Flatland
80,00%
80,00%
DNS
80,00%
15
E. Saue
80,00%
90,00%
60,00%
76,66%
15
T. Gregorin
60,00%
90,00%
80,00%
76,66%
17
D. Domracheva
90,00%
70,00%
60,00%
73,33%
18
M. L. Brunet
60,00%
80,00%
DNS
70,00%
Abk. DNS (Did not start)

Ausgehend von den bisherigen Schießergebnissen und den gezeigten Laufleistungen ergeben sich folgende Favoriten für das Einzelrennen der Damen:

Topfavoriten:

Kaisa Mäkäräinen
Magdalena Neuner

erweiterter Favoritenkreis:

Andrea Henkel
Helena Ekholm
Tora Berger
Anastasyia Kuzmina

Außenseiterchancen:

Valj Semerenko
Michaela Ponza
Anna Karin Zidek
Olga Zaitseva
Anna Bogaliy-Titovets
Marie Dorin

Ebenfalls nicht zu vernachlässigen, wenn es um die Frage nach Top 10 Platzierungen geht, sind die bisher noch nicht gestarteten deutschen Athletinnen Tina Bachmann, Sabrina Buchholz sowie die russische Athletin Jana Romanowa.

Dienstag, 8. März 2011

Barcelona : Arsenal – beeindruckendes Spiel mit fadem Beigeschmack

Barcelona gegen Arsenal ist wohl das Spiel auf welches sich seit Wochen die meisten Fußballfans freuen dürften. Schon das Hinspiel war ein absoluter Leckerbissen. Zwei Mannschaften, die den Offensivfußball lieben und ihn zelebrieren. Dazu noch die besten Fußballer der Welt – Xavi, Messi, Iniesta. Und sie treffen nicht auf ein zweitklassiges Team, sondern auf Arsenal, dass ihnen im Hinspiel sogar über weite Strecken der zweiten Halbzeit Paroli bot.

Heute Abend war es so weit, wie gewohnt startete das Spiel zur Champions-League-Zeit um 20.45 Uhr. Es war das Spiel, welches man schon von Beginn an erwarten konnte. Barcelona spielte mit ungeheurer Passsicherheit, gewohnt sicher über ihr erprobtes Positionsspiel. Man dominierte Arsenal mit, gefühlten 80 % Ballbesitz, doch Arsenal verstand es in der ersten Halbzeit, hochkarätige Torchancen zu verhindern. Barcelona schien ein wenig die Geduld zu verlassen. Nach einer Verletzung von Wilshere kam es zum Gerangel, Abidal griff van Persie klar und deutlich an den Hals, ebenso „vergriff“ sich Valdes an einem Gegenspieler. Beide Vergehen blieben ungeahndet. Danach beruhigte sich das Spiel wieder, Barcelona erhöhte weiterhin den Druck, Arsenal hingegen kam kaum zu Entlastungsangriffen. Erst in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit kam Barcelona zum 1:0 durch Messi, nachdem sich Cesc Fabregas einen katastrophalen Abspielfehler leistete.

In der zweiten Halbzeit sah es so aus, als wäre es nur noch eine Frage der Zeit bis das 2:0 fallen würde. Doch aus heiterem Himmel erzielte Arsenal nach einer Ecke, durch ein Eigentor von Sergio Busquets, den 1:1 Ausgleichstreffer (53. Minute). Arsenal schien nach dem 1:1 für kurze Zeit oben auf, während Barcelona sichtlich geschockt war. Doch binnen Minuten wendete sich das Geschehen, nach einem langen Ball auf van Persie schoss dieser Richtung Tor. Er hatte allerdings nicht vernommen das zuvor auf Abseits erkannt worden war und der Schiedsrichter abgepfiffen hatte. Der Schiedsrichter ahndete den Torschuss, als „mutwilliges Wegschlagen des Balls“ und bestrafte van Persie mit der gelb-roten Karte. Ein durchaus überharte Entscheidung des Schiedsrichters. Diese hatte weitreichende Folgen, Arsenal lies sich durch die Gelb-Rote-Karte völlig aus dem Konzept bringen und hatte durch die Unterzahl sichtbar größere Probleme, Barcelonas Auslösehandlungen im Mittelfeld zu unterbinden. Nichtsdestotrotz spielte Barcelona fortan furiosen Fußball, der auch beim gemeinen Fernsehzuschauer mitunter Schwindelgefühle auslösen konnte. Das 2:1 durch Xavi (69. Minute) nach phänomenaler Kombination war nur die logische Folge. Auch das entscheidende 3:1 (71. Minute, Foulelfmeter) durch Messi lies nicht lange auf sich warten. Danach hatte Barcelona noch weitere Chancen den Spielausgang eindeutiger zu gestalten. Der gut aufgelegte Torhüter Almunia, der in der 1.Halbzeit für den angeschlagenen Seczeny ins Spiel gekommen war, verhinderte allerdings Schlimmeres.

Letztendlich siegte Barcelona verdient mit 3:1. Die stärkere Mannschaft hat verdient das Viertelfinale erreicht und man muss zum wiederholten Mal fragen: Wer soll diese Mannschaft überhaupt stoppen? Einzig die durchschnittliche Schiedsrichterleistung und der durchaus fragwürdige Platzverweis trübten den sonst so spektakulären Abend. Es wäre sicherlich spannend gewesen zu sehen, welchen Verlauf das Spiel genommen hätte, wenn sich beide Mannschaften in voller Stärke gegenüber gestanden hätten.

Blake „???“ Griffin

Blake Griffin ist der Name der in Los Angeles, in den USA und vor allem in der Basketball-fachwelt derzeit in aller Munde ist. Spätestens seit dem All Star Game ist der „Youtube-Star“ zum absoluten Aushängeschild der NBA geworden. Das liegt wohl vor allem daran, weil zur Zeit niemand so gut den amerikanischen Spielstil verkörpert wie er. Blake Griffin ist ein absolutes Spektakel, er ist der Grund warum man des Nachts aufsteht, um ein Spiel der seit Jahren eher unscheinbaren und reichlich langweiligen Los Angeles Clippers anzusehen. Griffin vereint in einer Person alles was Basketball so unglaublich interessant macht – Athletik, Kraft, Willen. Doch was ihn berühmt macht sind vor allem seine unglaublichen Dunks.



Bei solchen Attributen auch noch ein unglaubliches Maß an Akzeptanz zu schaffen und durchgängig sympathisch zu wirken, dass gelingt zur Zeit wohl nur Blake Griffin. Sollte sich Blake Griffin weiter so entwickeln, wie in den ersten Monaten seiner Rookie-Saison, dann wird er mit Sicherheit über Jahre einer der interessantesten Spieler in der NBA sein und große Aufmerksamkeit auf sich und sein Spiel ziehen. Um allerdings über Jahre im Gedächtnis der Basketballfans zu bleiben fehlt Blake Griffin aktuell ein nicht zu unterschätzendes Attribut – ein Spitzname. Das Problem ist allerdings, dass sich zur Zeit einfach kein passender Spitzname finden will. Das dürfte zunächst auch schwierig bleiben, weil Blake Griffin selbst auch recht wählerisch scheint.



Doch wählerisch hin oder her, letztendlich wird Blake Griffin sich seinen Spitznamen wohl nicht selbst erwählen können, man wird irgendwann einen würdigen für ihn finden. Doch der Weg dahin scheint noch recht steinig, vor allem weil einige passende Spitznamen schon vergeben sind. Beispiele dafür sind Shannon Browns Spitzname „The Rim Reaper“ oder Dominique Wilkins Spitzname „The Human Highlight Film“ - die Blake Griffin wohl auch gut zu Gesicht stehen würde. Weil sich die Suche so schwierig gestaltet, versuchen sich zur Zeit immer mehr Journalisten und Fans an einem Spitznamen. Aus diesem immer größer werdenden Fundus habe ich einmal meine favorisierten Spitznamen zusammengestellt. Allerdings habe ich es mir nicht nehmen lassen ebenfalls zwei eigenen Vorschläge vorzustellen.


Meine favorisieren Vorschläge

Blake „Beast Mode“ Griffin
Blake „Showtime“ Griffin
Blake „Hammer“ Griffin
Blake „Poster Child“ Griffin
Blake „High Griffinition“ Griffin
Blake „Force of Nature“ Griffin
Blake „Superior“ Griffin
Blake „Demolition Man“ Griffin
Blake „The Quake“ Griffin

Meine eigenen Vorschläge:

Blake „The One Man Airshow“ Griffin
Blake „The Posterizer“ Griffin

Biathlon 20 Km Sprint der Herren in Chanty Mansijsk

Im russischen Chanty-Mansijsk finden derzeit die Biathlon-Weltmeisterschaften statt. Nach dem furiosen Wochenende mit 2 deutschen Weltmeistertiteln, startet heute das 20 km Einzelrennen der Herren. Besonders die starken Schützen dürften sich auf den heutigen Tag freuen, da das Einzelrennen mit seiner alternativen Strafregelung den guten Schützen entgegen kommt. Im Unterschied zu Sprint, Verfolgung, Staffel und Massenstart wird im Einzelrennen ein Fehlschuss nicht mit einer Strafrunde (im Regelfall 150 m lang) geahndet, sondern mit der Addition einer Strafminute zur Gesamtlaufzeit. Dies zu kompensieren ist selbst für starke Läufer schwierig. Heute wird also vor allem die Schießleistung über den Sieger entscheiden. Im folgenden eine Übersicht über die Schießleistungen der Top 25 des Weltcups und einiger weiterer hoch einzuschätzender Biathleten, in den bisher absolvierten Wettbewerben dieser Weltmeisterschaft

Schießleistungen (in allen bisher absolvierten WM-Rennen)

Rang
Name
Mixed – Staffel
Sprint
Verfolgung
Gesamt
1
S. Fourcade
DNS
90,00%
95,00%
92,50%
2
A. Birnbacher
DNS
90,00%
90,00%
90,00%
2
A. Makoveev
DNS
100,00%
80,00%
90,00%
2
E. Ustyugov
100,00%
80,00%
90,00%
90,00%
2
T. Boe
90,00%
90,00%
90,00%
90,00%
6
B. Ferry
100,00%
80,00%
85,00%
88,33%
6
M. Fourcade
100,00%
80,00%
85,00%
88,33%
8
S. Eder
DNS
90,00%
85,00%
87,50%
9
V. Jay
DNS
90,00%
80,00%
85,00%
9
S. Sednev
DNS
80,00%
90,00%
85,00%
9
M. Slesingr
DNS
90,00%
80,00%
85,00%
9
E. H. Svendsen
DNS
80,00%
90,00%
85,00%
13
A. Peiffer
70,00%
90,00%
90,00%
83,33%
14
A. Shipulin
DNS
70,00%
90,00%
80,00%
14
I. Tcherezov
80,00%
80,00%
80,00%
80,00%
16
D. Landertinger
90,00%
70,00%
75,00%
78,33%
16
M. Greis
70,00%
80,00%
85,00%
78,33%
18
L. Berger
DNS
80,00%
75,00%
77,50%
19
A. Boeuf
90,00%
60,00%
DNS
75,00%
19
O.E. Bjoerndalen
75,00%
80,00%
75,00%
75,00%
21
C. De Lorenzi
50,00%
90,00%
80,00%
73,33%
21
L. Hofer
70,00%
70,00%
80,00%
73,33%
23
C. J. Bergman
70,00%
60,00%
85,00%
71,66%
24
C. Sumann
40,00%
80,00%
75,00%
65,00%
-
M. Tchoudov
DNS
DNS
DNS
-
-
T. Sikora
DNS
DNS
DNS
-
-
J. Fak
DNS
DNS
DNS
-
Abkz. DNS (Did not start)

Topfavoriten:
Ausgehend von der Schießleistung und den bisherigen Platzierungen dürften folgende Athleten als Topfavoriten gelten:

Tarje Boe
Emile Hegle Svendsen
Martin Fourcade

Erweiterter Favoritenkreis:
Ebenfalls gute Chancen auf einen Sieg oder zumindest eine Medaille haben folgende Athleten:

Andreas Birnbacher
Björn Ferry
Evgeny Ustyugov
Michael Greis
Arnd Peiffer
Michael Slesingr

Außenseiterchancen:
Vor allem aufgrund ihrer sehr guten Schießergebnisse trauen ich auch folgenden Athleten eine Chance auf Medaillen zu:

Andrei Makoveev
Simon Fourcade
Simon Eder

Ebenfalls zu beachten sind die Österreicher Suman, Landertinger und Mesotitsch, allerdings nur aufgrund ihrer bisherigen Ergebnisse in diesem Wettbewerb, nicht aufgrund ihrer aktuellen Leistungen.

Samstag, 5. März 2011

Bundesliga 25. Spieltag - die Vorschau Teil 2

VFB Stuttgart – FC Schalke 04
Stuttgart gegen Schalke, zwei große Namen im deutschen Fußball. Ein Duell das förmlich nach internationalem Geschäft riecht, nach Kampf um Meisterschaft, Champions League oder Europa League Plätze. Doch in diesem Jahr ist es ein Kampf um den Klassenerhalt. Vor allem für Stuttgart ein enorm wichtiges Duell, mit nur 22 Punkten steht Stuttgart auf dem 17ten Tabellenplatz. Ein Sieg ist schon fast existenziell wichtig für den VFB – bei einer Niederlage könnte sich der Rückstand auf den Relegationsplatz auf 5 Punkte erhöhen. Auch für die Schalke ist ein Sieg von enormer Bedeutung, mit 30 Punkten befindet man sich im Niemandsland der Tabelle, sollte man verlieren befände man sich wohl wieder im Abstiegskampf, bei einem Sieg könnte man sich zunächst einmal Luft nach unten verschaffen. Rein statistisch ein recht ausgeglichenes Duell, oder anders formuliert Heimschwäche (Stuttgart gewann nur 4 von 12 Spielen) trifft auf Auswärtsschwäche (Schalke konnte nur 3 von 11 Duellen siegreich gestalten). Allerdings verlor Stuttgart nur eins der letzten zehn Heimspiele gegen Schalke, zudem verlor Schalke jedes mal ihr Bundesligaspiel, wenn sie zuvor im DFB-Pokal im Einsatz waren. Außerdem spielt Stuttgart in der Rückrunde (10 Punkte) bisher erfolgreicher als Schalke 04 (8 Punkte). Rein Statistisch also leichte Vorteile für Stuttgart, allerdings sollte Schalke mit einer großen Portion Rückenwind auftreten, nach dem unerwarteten Sieg gegen Bayern München.

Mein Tipp:
Stuttgart – Schalke 1:1

Eintracht Frankfurt – 1.FC Kaiserslautern
In Frankfurt treffen die beiden schwächsten Teams der Rückrunde aufeinander. Sowohl Eintracht Frankfurt, als auch Kaiserslautern befinden sich seit der Winterpause im konsequenten Sinkflug. In der Hinrunde wussten beide Teams noch überzeugen und sicherten sich mit 26 und 21 Punkten solide Mittelfeldplätze. Doch seit der kurzen Winterpause läuft bei beiden Teams nichts mehr zusammen. Frankfurt brachte es sogar fertig, seit dem 18.Spieltag kein einziges Tor mehr zu erzielen. Bei Kaiserslautern hingegen stellt die Abwehr das große Problem dar, mit 15 Gegentoren kassierten sie gemeinsam mit Werder Bremen, die meisten Gegentore in der Rückrunde. Nun gilt es im Schicksalsspiel für beide den ersten Sieg in der Rückrunde einzufahren und sich im Abstiegskampf ein paar wichtige Punkte zu sichern. In Kaiserslautern dürften die Hoffnungen dabei vor allem auf dem starken Jan Moravek ruhen, während man in Frankfurt wohl auf die Wiederauferstehung des Torgaranten Theofanis Gekas hofft, der in der Hinrunde 14 Tore erzielte.

Mein Tipp:
Frankfurt – Kaiserslautern 2:1

Borussia Mönchengladbach – 1899 Hoffenheim
Für Borussia Mönchengladbach ein ganz wichtiges Spiel. Gladbach (19 Punkte) braucht 3 Punkte um Anschluss an den Relegationsplatz (Kaiserslautern 24 Punkte) zu halten. Im Falle einer Niederlage, bei gleichzeitigem Sieg von Kaiserslautern, dürfte die Mission Klassenerhalt in weite Ferne rücken. Hoffenheim hingegen befindet sich im absoluten Niemandsland der Bundesliga. Mit 9 Punkten haben sie genügend Vorsprung auf die Abstiegsränge, der Abstand zum internationalen Geschäft ist mit 7 Punkten allerdings schon zu groß. Kurzum für Hoffenheim sind die folgenden Partien wohl von wenig Bedeutung, es geht nur noch darum die Saison mehr oder weniger sicher zu Ende zu bringen. Gladbach sollte also mit deutlich mehr Emotion und Motivation ins Spiel gehen. Allerdings konnte Gladbach bis dato noch kein einziges Pflichtspiel gegen Hoffenheim gewinnen. Ein weiteres Problem dürfte wohl die starke Angriffsreihe der 1899er darstellen, sie stellen mit 41 Toren den fünft stärkste Angriff der Liga, während Gladbach mit 59 Gegentore die schwächste Abwehrreihe der Bundesliga ihr eigen nennt. Trotz der motivational eindeutigen Ausgangslage, dürfte es für Gladbach eine schwierige Aufgabe werden.

Mein Tipp:

Gladbach – Hoffenheim 1:2

Hannover 96 – FC Bayern München
Mit Hannover 96 hat der FC Bayern das Überraschungsteam der Saison vor der Brust. Wohl niemand hätte den Hannoveraner zugetraut nach dem 24. Spieltag auf dem 3. Rang der Tabelle zu stehen. Vor allem nachdem Hannover in der letzten Saison den Abstieg nur knapp vermeiden konnte. Im Duell am Samstagnachmittag geht es für Hannover nun tatsächlich um einen Platz im internationalen Geschäft. Für die Bayern ist dieses Duell, so unwirklich das klingen mag ein entscheidendes Spiel. Ohne Bastian Schweinsteiger und Luiz Gustavo müssen sich die Bayern beweisen und vor allem zeigen ob sie die wichtigen Spiele noch gewinnen können. Zieht man die letzten Duelle in Betracht, sieht es nach einem eindeutigen Spiel aus. Bayern siegte in den letzten 4 Spielen mit einem eindeutigen Torverhältnis von 18:1. Vor allem das Duell in der Hinrunde gewann Bayern eindrucksvoll. Hannover wurde mit 3:0 besiegt, alle drei Tore erzielte Mario Gomez und feierte damit seine Rückkehr zu alter Stärke. Die Statistik könnte also eindeutiger nicht sein, betrachtet man allerdings den aktuellen Zustand der Bayern (Niederlagen gegen Dortmund und Schalke) dürfte sich die Aufgabe schwieriger darstellen. Bayern München braucht also einen Befreiungsschlag, während Hannover eigentlich nichts zu verlieren hat.

Mein Tipp:

Hannover 96 – Bayern München 0:2

1.FC Nürnberg – FC St. Pauli
Während Nürnberg am den Europapokalplätzen kratzt befindet sich St. Pauli noch im Abstiegsstrudel. In Nürnberg treffen zwei starke Teams aufeinander. Nürnberg holte in der Rückrunde schon 14 Punkte und ist somit zweitbestes Team der Rückrunde. St. Pauli erarbeitete sich schon 11 Punkte, allerdings schwächelten die Hamburger zuletzt und verloren zwei Spiele in Serie. Für beide ist dieses Spiel bedeutend, St. Pauli könnte die Verfolger im Abstiegskampf auf Distanz halten, Nürnberg würde ein Sieg zum Anschluss an die Europapokalplätze reichen. Die Vorzeichen stehen vor allem für Nürnberg gut. Nürnberg ist in dieser Saison besonders in der eigenen Stadion stark (8 Heimsiege), zudem verloren sie zuletzt vor 20 Jahren in Nürnberg gegen den Herausforderer aus Hamburg. Außerdem kassierten die Cluberer in der Rückrunde nur 4 Gegentore und zeigten sich in der Offensive mit 12 Toren recht treffsicher. Für St. Pauli sieht es nicht ganz so rosig aus, sie konnten von den letzten sieben Auswärtsspielen nur eins gewinnen. Zudem macht ihnen vor allem die Tormisere zu schaffen. In den letzten zwei Spielen (gegen Hannover und Dortmund) konnte St. Pauli kein einziges Tor erzielen. Vor allem die Verletzung von Gerald Asamoah (6 Tore, 6 Assists) macht den Kiez-Kickern zu schaffen.

Mein Tipp:

Nürnberg – St. Pauli 1:0

Bayer 04 Leverkusen – Vfl Wolfsburg
Das „18.30 Uhr“ - Spiel am Samstagabend. Bayern Leverkusen will seinen 2. Platz gegenüber Bayern München festigen, für Wolfsburg gilt es sich mit einem Sieg am eigenen Schopf aus dem Abstiegssumpf zu ziehen. Diese Aufgabe dürfte aber vor allem für Wolfsburg nicht leicht werden, schließlich sind sie das einzige Team, dass bisher noch nie in Leverkusen gewinnen konnte. Zudem kassierten sie bei jedem Spiel in Leverkusen mindestens ein Gegentor. Auch wenn man den bisherigen Saisonverlauf ins Augenmerk fasst muss man festhalten – Leverkusen ist der klare Favorit. Vor allem im puncto Torerfolg ist Leverkusen klar überlegen, in dieser Saison erzielten die Leverkusener 21 Tore mehr als die Wolfsburger. Die beiden Abwehrreihen scheinen zumindest statistisch ähnlich anfällig zu sein (beide schon 34 Gegentore). Besondere Würze bekommt das Duell vor allem, weil Leverkusens stärkster Spieler dieser Saison Aturo Vidal aufgrund einer Gelb-Rot Sperre nicht am Spielgeschehen teilnehmen wird. Es bleibt fraglich wer ihn ersetzten wird (Ballack, Balitsch oder Bender) und vor allem inwiefern, dies dem zuletzt sehr sicher wirkenden Spiel der Leverkusener schadet. Zudem wird sich wohl Patrick Helmes auf das Duell mit seinem Ex - Verein freuen. Letztendlich wird entscheidend sein, inwiefern Bayern Leverkusen die „gefühlte“ Niederlage gegen Bremen verarbeitet hat und ob bei Wolfsburg nach dem Sieg in Gladbach nun endlich der Knoten geplatzt ist und das Team befreit und stark aufspielen kann.

Mein Tipp:

Bayer Leverkusen – VFL Wolfsburg 3:2

Freitag, 4. März 2011

Bundesliga 25. Spieltag - die Vorschau

Die Bundesliga geht in die entscheidende Phase. Zwar sind schon einige Entscheidungen gefallen, so dürfte Dortmund trotz aller Eventualitäten Meister werden, trotzdem bleibt die Bundesliga spannend, in den nächsten 10 Spieltagen wird sich einiges entscheiden – Abstiegskampf, die Qualifikation für Champions League und Europa League. Ich wage einen Ausblick auf den 25. Spieltag.

Borussia Dortmund – 1.FC Köln

Das Flutlichtspiel am Freitagabend. Die Karnevalshochburg Köln trifft auf den Meister in spe, Borussia Dortmund. Oder anders gesprochen, die drittbeste Mannschaft der Rückrunde trifft auf die beste Mannschaft der Rückrunde. Was nach einem Duell auf Augenhöhe klingt, könnte rein statistisch nicht ungleicher sein. Mit Köln trifft die schlechteste Auswärtsmannschaft der Saison (12 Spiele – 1 Sieg/ 8 Niederlagen) auf eine der stärksten Heimmannschaften dieser Saison (11 Spiele – 7 Siege / 1 Niederlage). Zudem trifft eine sehr anfällige Kölner Abwehrreihe (42 Gegentore, nur 3 Teams sind anfälliger) auf den gefährlichsten Angriff der Bundesliga. Borussia Dortmund erzielte diese Saison schon 52 Tore, zwei mehr als Bayern und Leverkusen. Der Kölner Angriff wusste in dieser Saison hingegen nicht zu überzeugen, sie erzielten nur 31 Tore (nur 4 Teams sind aktuell ungefährlicher). Nun muss sich eben jene Sturmformation heute Abend nicht gegen irgend eine Abwehrformation beweisen, sondern gegen die Beste der Bundesliga. Die Herren Hummels, Subotic, Schmelzer, Piszczek und Co. kassierten in dieser Saison lediglich 14 Gegentore, der mit großen Abstand beste Wert in der Bundesliga. Trotz dieser statistischen Überlegenheit könnte sich eine interessante Partie entwickeln. Der Saisonverlauf der beiden Teams hätte in der Hinrunde nicht unterschiedlicher sein können - Dortmund im Höhenflug, während sich Köln schon früh im Abstiegskampf wiederfand. In der Rückrunde hat sich aber auch der Kölner Team gefunden. Sicherlich sind sie individuell nicht so gut besetzt, wie Dortmund. Dennoch formierte sich in Köln rund um den Kapitän eine schlagkräftige Truppe, die zuletzt für einige überraschende Leistungen sorgte. Nun wird sich im Spiel gegen Dortmund zeigen, wie gut diese Kölner Mannschaft ist. Gelingt es ihnen das Spiel über lange Zeit offen zu gestalten, könnte sogar eine große Überraschung drin sein. Auch wenn es den Kölner diese Überraschung durchaus zuzutrauen ist tendiere ich zu einem Sieg für Dortmund.

Mein Tipp:

Borussia Dortmund – 1.FC Köln 2:0