Es ist Champions-League-Dienstag, das Viertelfinalhinspiel in Mailand, Inter gegen Schalke. Als Schiedsrichter Martin Atkinson nach 90 Minuten abpfeift, befinde man sich in einem Zustand zwischen absoluter Ekstase und ungläubigem Staunen. Entgegen aller Voraussagen gewinnt Schalke 04 mit 5:2 gegen den haushohen Favoriten Inter Mailand. Dabei hatte nach nicht einmal 25 Sekunden alles anders ausgesehen. Stankovic traf, als der Anpfiff noch nicht einmal verhallt war, mit einem sensationellen Volleyschuss von der Mittellinie ins leere Schalker Tor. Irgendwie hatte man das Gefühl, dass sich alles so entwickeln würde wie zu befürchten. Doch genau das Gegenteilige trat ein, Mailand dominierte zwar in der ersten Halbzeit leicht, doch Schalke glich die zweifache Führung, wenn auch glücklich, aus. Was dann in der zweiten Halbzeit geschah war tatsächlich sagenhaft. Die technisch limitierten Schalker erkämpften sich Chance um Chance und schossen die hilflosen Mailänder aus dem Stadion. Eine furiose Leistung, die man gar nicht hoch genug einschätzen kann. Zwar muss man fairerweise anmerken, dass die Mailänder in der zweiten Halbzeit von Minute zu Minute schwächer wurden, trotzdem überzeugte Schalke vor allem mit großem kämpferischen Willen und einer präzisen und konsequenten Spielgestaltung. Die absolute Demütigung des Gegners komplettierte dann Ralf Rangnick von der Bank, als er Ali Karimi in den letzten 5 Minuten aufs Feld schickte.
Insgesamt ein hervorragendes und begeisterndes Spiel, von dessen Sorte man sich vor allem aus deutscher Sicht noch mehr wünschen würde. Also bleibt die Hoffnung, dass dieses Schalker Team auch in den kommenden Partien so erfrischen kämpferisch und spielfreudig bleibt.
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