Fußball

Donnerstag, 3. März 2011

Bayern schlägt sich selbst

Bayern München hat das Halbfinale des DFB-Pokals mit 0:1 verloren. Nach dem frühen Führungstreffer durch Raul gelang es dem FC Bayern München nicht mehr das Spiel auszugleichen. Vor allem in der ersten Hälfte wirkte Bayern zunehmend planlos, während Schalke sich immer tiefer in der eigenen Hälfte verschanzte. Auch in der zweiten Hälfte waren die Bayern nicht im Stande den Ausgleich zu erzielen. Die Mannschaft erhöhte zwar merklich die Taktzahl, doch die guten Chancen blieben ungenutzt. Trotz einiger guter Chancen, vornehmlich in der zweiten Spielhälfte, muss man konstatieren, dem FC Bayern fehlt zur Zeit die Qualität schwierige Spielsituationen zu lösen. Schalke spielt zwar defensiv recht ansehnlich und vermochte es vor allem die Flügelzange der Bayern lahm zu legen, allerdings vermisste man bei Bayern die nötige Kreativität. Statt mit Druck durch die Mitte und schnellen Pässen die Schalker Abwehrformation zu irritieren, verharrten die Bayern und spielten sich Querpässe auf Höhe der Mittellinie zu. Sie versuchten das Spiel breit zu machen und spielten die Uhr runter, ohne dem Tor auch nur entscheidend näher zu kommen. In den letzten 10 Minute wurde dann offensichtlich, was sich über weiter Strecken ankündigte, dem FC Bayern fehlt das Mittel den Gegner entscheidend unter Druck zu setzen. Dies lässt sich zum einen an der Personalie Schweinsteiger festmachen. Schweinsteiger spielte, wie auch schon gegen Dortmund, weit unter dem Niveau der Vorsaison. Ihm unterliefen wiederholt Fehler bei der Ballannahme und -weitergabe. Aber auch der Rest des Teams wirkte stark gehemmt, ideenlos und ergab sich in planlosen Passstafetten. Betrachtet man das ganze Spiel schlug sich Bayern selbst, das planlose Verhalten und Ungenauigkeit in der Spielauslösung ermöglichte den Schalken in der Verteidigung kompakt zu stehen und die Angriffsbemühungen effektiv zu verhindern. Für den FC Bayern stehen nun wohl unruhige Wochen an, die Diskussion um Trainer van Gaal wird nach der Niederlage wohl kaum abreißen, eben sowenig die Frage nach der Qualität des Kaders. Es bleibt die Hoffnung, dass sich die Mannschaft schnellstmöglich wieder fängt. Die Anlagen zur dominanten Spielführung sind nach wie vor vorhanden, lediglich an Kreativität mangelt es. Nun gilt es den Weg zurück zur alten Stärke zu finden, die kommenden Aufgaben (Hannover, Mailand) werden wegweisend sein für den Trainer, die Mannschaft und die kommende Saison.

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